Mittelschule Insel Schütt

Mit dem Schuljahr 2011/12 wurde an der Mittelschule Insel Schütt, Nürnberg die erste Technikklasse (ab Jgst. 5) eingerichtet. In der Technikklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler u. a. zweimal im Jahr die Möglichkeit, Werkstatttage zu erleben, in der sie sich über einen längeren Zeitraum im technischen Bereich ausprobieren können und das in einem Rahmen, der die Freude am handwerklichen Tun aufgreift und die Motivation trägt. Zudem finden im Jahresverlauf immer wieder Projekttage statt, an denen fächerübergreifend (z. B. mit den Fächern Geschichte und Physik) technische Leistungen oder Phänomene im Mittelpunkt stehen.

„Was du mir sagst, das vergesse ich.
Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was du mich tun lässt, das verstehe ich."

Ohne Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit dieser Aussage hat dieses Plädoyer für das praktische Lernen wohl schon jeder selbst am Leib verspürt. Die „Werkstatttage“, die für die Schüler der Technikklasse angeboten werden, reagieren auf die oben angesprochenen Blickwinkel:

  • Dem in der Regel großen Interesse der 10 bis 12-jährigen Kinder, sich handlungsorientiert mit technischen Fragen auseinanderzusetzen, wird Rechnung getragen.
  • Eine geschlechterspezifische Differenzierung der Werkgruppen ist möglich.
  • Die Freude auch an relativ einfachen Werkarbeiten wird genutzt zu grundlegenden Material- und Werkzeugerfahrungen
  • Es steht ausreichend Zeit zum Wiederholen und Üben zur Verfügung.
  • Die Schüler entwickeln ein gutes handwerkliches Geschick sowie die notwendige Handkraft und trainieren ihre Feinmotorik.
  • Jedes Kind kann entsprechend seinen Vorkenntnissen und seinen Interessen individuell betreut und angeleitet werden.
  • Grundlegende Fertigungstechniken (z. B. Messen) können intensiv geübt werden.

Kern des Angebots der Technikklasse bilden die Werkstatttage mit ihren Themenschwerpunkten Holz, Elektrotechnik und Metall, die von zusätzlichen Projekttagen und begleitenden Maßnahmen wie beispielsweise Betriebserkundungen flankiert werden.

  • Holzwerkstatt: Hier stellen die Schüler in didaktisch sinnvoller Reihenfolge kindgerechte, motivierende Werkaufgaben aus Massivholz und Holzwerkstoffen her. Es stehen die fachgerechte Verwendung der Werkzeuge, grundlegende Fertigungstechniken, das Messen und Anreißen, das Zeichnungslesen usw. im Mittelpunkt.
  • Elektrowerkstatt: Hier erwerben die Schüler zunächst beim Aufbau von Brettschaltungen ein grundsätzliches Verständnis von elektrischen Schaltungen (einfacher Stromkreis, Parallel- und Reihenschaltungen usw.). Dabei lernen Sie, die elektrischen Bauteile sachgerecht zu montieren und durch Löten zu verbinden. Anschließend werden diese Grundkenntnisse in kindgerechten, motivierenden Aufgabenstellungen umgesetzt (z. B. Hitzefreimelder, Alarmanlage, LED-Taschenlampe, elektrisch betriebene Fahrzeuge usw.) Auch hier bestimmen die Kinder das Lerntempo selbst.
  • Metallwerkstatt: Hier stellen die Schüler in didaktisch sinnvoller Reihenfolge altersgemäße, motivierende Werkstücke überwiegend aus Blech und Draht her (z. B. Vexiere, Schmuck, Pinzetten, Schalen, Kerzenleuchter, Klangröhren usw.) Dabei lernen sie in individuellem Lerntempo das Werkzeug fachgerecht zu verwenden, basale Fertigungstechniken anzuwenden, das Messen und Anreißen, Zeichnungen zu lesen usw.